Nichtformulierte Initiative

Vermeidung von unnötigen Lichtemissionen

Initiative mit 802 Unterschriften eingereicht 

Die SP Pratteln hat am 5. Februar ihre Initiative „Vermeidung von unnötigen Lichtemissionen“ mit 802 Unterschriften eingereicht. Das erforderliche Minimum von 500 Unterschriften ist weit übertroffen worden. Die breite, spontane Zustimmung, die diese Initiative gefunden hat, zeigt, dass im Bereich der „Lichtverschmutzung“ gehandelt werden muss.
Die unformulierte Initiative will die zunehmende Energieverschwendung und die nächtliche Lichtüberflutung einschränken und damit einen konkreten Beitrag zum Schutz von Umwelt, Mensch und Tier leisten. Sie verlangt die Einschränkung von Gebäude- und Werbebeleuchtungen. So sollen Schaufenster, Reklamen und Gebäudebeleuchtungen zwischen 01.00 und 06.00 Uhr nachts nicht mehr erlaubt sein. Darüber hinaus enthält die Initiative ein Verbot des Einsatzes von Skybeamern und ähnlichen Lichtquellen.

 

Wie geht es nun weiter?
Es liegt nun am Prattler Einwohnerrat, zu dieser Initiative Stellung zu nehmen. Stimmt er ihr zu, muss der Gemeinderat ein entsprechendes Reglement ausarbeiten. Falls der Einwohnerrat die Initiative – oder das dann ausgearbeitete Reglement – ablehnt, wird die unformulierte Initiative dem Volk zur Abstimmung vorgelegt.

Think global, act local  –  denke global, handle lokal

Beitrag von Heinz Schiltknecht

Zuviel Kunstlicht führt zu Energieverschwendung

  • Energieverschwendung heisst, die Schweiz muss mehr Strom aus thermischen Kraftwerken einführen. Diese haben einen grossen Ausstoss an CO2. Dieses wiederum beeinflusst unser Klima.

  • oder die Schweiz muss ein neues Atomkraftwerk bauen um den Strombedarf zu decken.

Zuviel Kunstlicht hat Auswirkungen auf Mensch und Tier

  • Einfluss auf den Schlaf- und Wachzustand

  • Einfluss auf die Körpertemperatur und den Hormonspiegel (biologischer und medizinischer Aspekt).

  • Zunahme der Störung von Menschen in besiedelten Gebieten durch Blendungen und Aufhellung (physiologischer und psychologischer Aspekt).

  • Beeinträchtigung der Lebensräume nachtaktiver Tiere mit teilweise tödlichen Folgen für unzählige Lebewesen (ökologischer und ethischer Aspekt).

  • Abstumpfung und Entfremdung gegenüber der natürlich intakten Nachtlandschaft und Gewöhnung an die

  • unkontrollierte Lichtüberflutung (emotionaler und ästhetischer Aspekt).

Ohne Komforteinbusse können wir  etwas dagegen tun. Warum nicht in der Nacht – wo es niemanden stört - das Licht ausschalten?

 

Downloads:

 

 

 

10vor10  - 26. 2. 2007
Lichtverschmutzung:
Die Nacht wird immer heller

10vor10-Bericht.

www.darksky.ch

 

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