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Nachruf auf Fritz Schwob |
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Am 24. Februar 2010 ist Fritz Schwob gestorben, eine Woche nach seinem 90. Geburtstag. Fritz ist 1920 in eine SP-Familie geboren worden - sein Vater war Gemeinderat - und seit dem 1. März 1947 war er Mitglied der SP Pratteln. Er war keiner, der Ämter anstrebte oder gar sich selber in den Mittelpunkt stellte. Er musste nicht jede Mode mitmachen, sondern er wusste, wohin er gehört. Nicht nur zu den Roten, sondern seit Jahrzehnten auch zu den grünen Roten, den Naturfreunden. In seiner sprichwörtlichen Bescheidenheit war er schon nachhaltig grün, längst bevor sich Grüne auf dem politischen Parkett tummelten. Ein roter Immergrün eben. In Erinnerung bleibt ein grosser Naturfreund und Naturkenner, Pflanzen, Tiere und ganz besonders die Steine hatten es ihm angetan. Geologie war seine Leidenschaft, Fritz las sehr viel und hartnäckig konnte er seine Nachforschungen über ein Thema das ihn interessierte verfolgen. Ich traf ihn oft in der Stadt an, wenn er auf dem Weg in die Universitätsbibliothek war um etwas nachzulesen. In seinem Haus an der Hertnerstrasse stapelten sich Bücher, Aufsätze und Zeitungsausschnitte zu Geschichte und Geographie. Er war ein talentierter Zeichner und jedes Papier war ihm recht um darauf mit Bleistift und Farbstiften seine geologischen Skizzen zu machen. Bis vor kurzem besuchte er auch regelmässig die Parteiversammlungen. Fritz war kein grosser Redner, wenn ihm aber etwas wichtig war, konnte er schon das Wort ergreifen oder einen Antrag zu Handen der Generalversammlung verfassen. Auch an den 1. Mai-Feiern war er immer dabei, zum letzten Mal 2009 in Pratteln. Fritz sagte, wenn schon Christian Levrat als Redner da sei, dann müsse er doch auch kommen. Fritz verpasste auch keine Abstimmung und erschien immer persönlich an der Urne zur Stimmabgabe. Am 16. Februar besuchte ich ihn zusammen mit Elisabeth Schiltknecht anlässlich seines 90. Geburtstags im Alterheim Nägelin, wo er seit einiger Zeit wohnte. Er zeigte uns alte Fotos und Bücher, die er aus seinem Haus mitgebracht hatte und auch Farbstifte und Papier lagen auf dem Tisch bereit. Mit den Worten „man muss in Bewegung bleiben“ liess er es sich nicht nehmen, uns zu Fuss bis zum Ausgang zu begleiten. Dann ein letztes Adieu. Wir werden Fritz als besonderen Menschen in unserer Erinnerung behalten. Brigitte Pavan, Präsidentin SP |
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Das Kurzporträt |
Weitere Kurzporträts: Rosmarie Schaub |
![]() Fritz Schwob am 1. Mai 2007 |
Fritz Schwob: ein roter Immergrün Fritz Schwob gehört zum Urgestein der SP Pratteln. 1920 in eine SP-Familie hinein geboren - sein Vater war Gemeinderat - ist er von Kindsbeinen an dabei gewesen. Noch heute besucht er die Sektionsversammlungen und kommt Jahr für Jahr an den 1. Mai. Ein Urgestein zwar - aber keiner mit einem Herzen aus Stein. Er gleicht eher einem unverwüstlichen, immergrünen Baum: fest verwurzelt, aufrecht durch und durch. Einer, der nicht im Mittelpunkt steht - sich selber schon gar nicht dorthin stellt. Und trotzdem - gerade deswegen - ist er wichtig für die Orientierung, weil er nicht jede Mode mitmachen muss, sondern weiss, wohin er gehört. Nicht nur zu den Roten, sondern seit Jahrzehnten auch zu den grünen Roten, den Naturfreunden. In seiner sprichwörtlichen Bescheidenheit war er schon nachhaltig grün, längst bevor sich Grüne auf dem politischen Parkett tummelten. Aber mit den Steinen hat er es trotzdem. Sein Interesse für die Geologie ist ebenso gross wie sein Wissen. In seinem Haus türmen sich Bücher, Dossiers, Skizzen und Notizen zur Geschichte und Geographie unserer Region. Er kennt den Boden, auf dem gute Politik wachsen soll. Und oft gibt er sein Wissen und seine Ideen auch in der Partei weiter. Im Jahr 2007 sind es sechzig Jahre, dass die SP Pratteln auf Fritz Schwob als Mitglied zählen kann. Dafür sind wir dankbar und auch ein bisschen stolz. Ganz herzlich gratulieren wir Fritz zu seinem immergrünen Parteijubiläum! |
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Fritz Schwob am 1. Mai 2006
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2007, rbr
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