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Podiumsgespräch
der SP Pratteln, 26.3.2004
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Solidaritätsaktion
bei Bombardier
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Bombardier: Pratteln hat Zu(g)kunft! |
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Mit
Bestürzung hat die SP Pratteln davon Kenntnis genommen, dass die
Bombardier-Konzernleitung ihren Produktionsbetrieb in Pratteln auf Ende des
Jahres 2005 schliessen will. Rund 580 Arbeitsplätze gehen dadurch verloren.
Betroffen wären aber auch ungefähr 200 weitere Arbeitsplätze in
Zuliefererfirmen der Region. Das
Werk Pratteln der Bombardier arbeitet mit schwarzen Zahlen. Die innere
Substanz des Betriebs ist intakt. Es ist ein starkes Standbein der
Rollmaterialindustrie in der Schweiz und darf nicht wegen eines absehbar vorübergehenden
Nachfrageeinbruchs und wegen unflexibler Angebotspolitik aufs Spiel gesetzt
werden. Damit ginge wertvollstes Knowhow verloren und ein zukunftsfähiger
Betrieb würde auf dem Altar globaler Gewinnmaximierungsstrategien geopfert.
Wir halten fest: Nicht nur die Rollmaterialindustrie in der Schweiz, auch
der Werkplatz Pratteln hat Zu(g)kunft! Die
SP Pratteln ist nicht nur bestürzt über die Schliessungsabsicht, sie ist
auch enttäuscht von all jenen Reaktionen von Behördenseite in Gemeinde,
Kanton und Bund, die mit fatalistischem Bedauern den Entscheid hinnehmen
wollten. Die
Erfahrungen, die wir vor vier Jahren im gemeinsamen Kampf von Belegschaft,
Gewerkschaft, Behörden und Betrieb um die Erhaltung der ADtranz machen
konnten, zeigen aber, dass es sich lohnt, Widerstand zu leisten und
Alternativen zu suchen. Wir freuen uns daher, dass der Landrat des Kantons
Baselland eine Task Force eingesetzt hat
und fordern den Gemeinderat sowie die Behörden in Bund und Kanton und
insbesondere die Nachfrager von Schienenfahrzeugen auf, darin aktiv und
innovativ mitzuwirken. Wir
fordern auch die Firmenleitung auf, Alternativen zur Schliessung zu suchen,
Kooperations- und Allianzmodelle offen zu prüfen und darauf hin zu wirken,
dass möglichst viele der bestehenden Arbeitsplätze gerettet werden können.
Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht weiter beschäftigt werden
können, muss ein umfassender Sozialplan und die notwendige Unterstützung
bei der Stellensuche gewährleistet werden.
Jetzt
ist kein Fatalismus gefragt, sondern aktive und konstruktive Solidarität. |
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