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Kurzanalyse der Gemeindewahlen 2008
Bei den Einwohnerratswahlen hat die SP einen Verlust von 2,5
Stimmenprozenten erlitten. Nur im Jahr 1992 hat die SP noch schlechter
abgeschnitten als diesmal (damals fiel sie auf 23.3%. Die Grünen haben mit
2.2% nicht ganz so viel dazu gewonnen wie die SP verloren hat. Das linke
Spektrum ist also ganz leicht geschrumpft, was ihm aber einen schmerzlichen
Sitzverlust beschert hat.
Im rechten Spektrum ist die Entwicklung geprägt von der
Verteilung der Erbmasse der Schweizer Demokraten, immerhin 6.4%, die vor
vier Jahren für zwei Sitze gereicht hatten. Diese beiden Sitze gingen an die
SVP, die 4,3 Stimmenprozente zulegte und damit auch den grössten Erbteil
abbekam. Die SVP hat mit 29.6 % die SP als stärkste Partei abgelöst. Die FDP
konnte um 1.4% auf 20.4%, die CVP um 1% auf 7.4% zulegen.
Das Ergebnis der SP kontrastiert krass zum Erfolg bei den
Landratswahlen von 2007, als die SP in Pratteln auf 30.1% zulegen konnte,
entgegen dem kantonalen Trend. Die SP Pratteln muss sich die Frage stellen
lassen, wie es zu solchen Differenzen kommen kann. Auf einen abrupten
Umschwung der Stimmung in der Bevölkerung sind sie nicht zurückzuführen.
Gerade das Ergebnis der Abstimmung über die Unternehmenssteuerreform hat
gezeigt, dass die WählerInnen durchaus bereit waren, den Argumenten der
Linken zu folgen. |