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Vision 3:
 
Integration heisst zusammenleben

Zur Lebensqualität gehört vor allem die Qualität des Zusammenlebens. In Pratteln wohnen Menschen aus etwa 80 Nationen. Kein Wunder, dass das „fremd Sein" ein Thema ist. Ob wir es gewünscht haben oder nicht – diese Menschen leben hier. Unsere Wirtschaft braucht sie ebenso, wie sie zur Finanzierung unserer Sozialwerke beitragen. Es gibt keine Alternative zur Integration. Aber es gibt viele Möglichkeiten, sie zu verbessern.

• Keine Gemeinde ist so stark mit Integrationsfragen konfrontiert wie Pratteln. Hier ist Solidarität gefragt. Bund und Kanton müssen die Integrationsarbeit in Gemeinden mit hohem Ausländeranteil unterstützen.

• In den Aussenquartieren – vor allem in der Längi – braucht es Begegnungszentren. In der Längi wohnen 2000 Menschen, mehr als in den meisten Dörfern des Baselbiets. Eine Quartierinfrastruktur fehlt nahezu vollständig. Hier besteht ein riesiger Nachholbedarf – aber auch eine grosse Chance.

• Je früher Integrationsmassnahmen greifen, desto wirksamer sind sie. Deshalb müssen die Anstrengungen vor allem im Kindergarten intensiviert werden. Gleichzeitig sollten auch Kurse für Eltern von Kindergärtlern aufgebaut werden.

• Zur Integration und zur Belebung von Dorf und Quartier könnte auch das Angebot von Sprachkursen wie „Deutsch im Joerin-Park" oder „Deutsch im Grüngürtel Längi" für fremdsprachige Frauen dienen, wie sich das in Basel bewährt hat.

• Die Gemeinde soll die Integrationsarbeit, die in vielen Vereinen und Organisationen gratis geleistet wird, unterstützen und fördern. Wir schlagen vor, dass ein Prattler Integrationspreis ausgeschrieben wird.

• Vergessen wir nicht: Es gibt viele Prattler und Prattlerinnen ohne Schweizer Pass, die seit Jahrzehnten hier leben. Der Ausländeranteil wird so künstlich hoch gehalten. Wir setzen uns auf Bundesebene für die automatische Einbürgerung der dritten Generation und für massive Erleichterungen für die zweite Generation ein.