• Keine Gemeinde ist so stark
mit Integrationsfragen konfrontiert wie Pratteln. Hier ist Solidarität
gefragt. Bund und Kanton müssen die Integrationsarbeit in Gemeinden mit
hohem Ausländeranteil unterstützen.
• In den Aussenquartieren –
vor allem in der Längi – braucht es Begegnungszentren. In der Längi
wohnen 2000 Menschen, mehr als in den meisten Dörfern des Baselbiets.
Eine Quartierinfrastruktur fehlt nahezu vollständig. Hier besteht ein
riesiger Nachholbedarf – aber auch eine grosse Chance.
• Je früher
Integrationsmassnahmen greifen, desto wirksamer sind sie. Deshalb
müssen die Anstrengungen vor allem im Kindergarten intensiviert werden.
Gleichzeitig sollten auch Kurse für Eltern von Kindergärtlern
aufgebaut werden.
• Zur Integration und zur
Belebung von Dorf und Quartier könnte auch das Angebot von Sprachkursen
wie „Deutsch im Joerin-Park" oder „Deutsch im Grüngürtel
Längi" für fremdsprachige Frauen dienen, wie sich das in Basel
bewährt hat.
• Die Gemeinde soll die
Integrationsarbeit, die in vielen Vereinen und Organisationen gratis
geleistet wird, unterstützen und fördern. Wir schlagen vor, dass ein
Prattler Integrationspreis ausgeschrieben wird.
• Vergessen wir nicht: Es gibt
viele Prattler und Prattlerinnen ohne Schweizer Pass, die seit
Jahrzehnten hier leben. Der Ausländeranteil wird so künstlich hoch
gehalten. Wir setzen uns auf Bundesebene für die automatische
Einbürgerung der dritten Generation und für massive Erleichterungen
für die zweite Generation ein.